Leseprobe aus Detektiv's Black Book
Kapitel Arbeitsmethodik

Allgemeine Dokumentationen

.......................................Je nach Ausstattung und Ausrichtung eines Detektivbüros oder Sicherheitsunternehmens wird man auch mit Spurensicherung und der Auswertung von Beweismaterial beschäftigt sein, dies aber nur insoweit, als damit einer staatlichen kriminaltechnischen Untersuchungsstelle kein Beweismaterial entzogen wird. Das gilt in erster Linie für die Untersuchung von Kriminalfällen und hat weniger Bedeutung bei der Auswertung von rein zivilen Untersuchungen wie etwa spermatologische Untersuchungen an einem gerichtsmedizinischen Institut. Weiters kommen hier auch Untersuchungen in Vaterschaftsklagen in Frage, wo naturgemäß das Interesse der Kriminalisten nur so weit von Bedeutung ist, als dabei strafrechtliche Normen tangiert werden.

Das Gewerberecht gesteht dem Berufsdetektiven auch alle jene kriminalistischen Arbeiten zu, die an sich der Exekutive obliegen, mit der einzigen Auflage, daß diese in ihrer Arbeit nicht behindert oder beeinträchtigt werden darf. Daß dies ein äußerst schwieriges bis unmögliches Unterfangen ist, versteht sich von selbst. Allerdings ist hier wieder die Bild- und Tonaufzeichnung in einer Art und Weise geeignet, daß man den vorgenannten Auflagen in beinahe hundertprozentiger Weise nachkommt. Lediglich Veränderungen am Tatort dürfen auch hier nicht vorgenommen werden. Dafür ist es um so wichtiger, jedes einzelne Detail an einem Tatort so zu dokumentieren, daß sie in richtiger Reihenfolge und sinngemäß ausgewertet werden können. Gegenstände wird man hier kaum zu eigenen Untersuchung zur Verfügung haben, es sei denn, daß sich die Exekutive nicht dafür interessiert und daher für eine private Untersuchung zur Verfügung stehen.

Es ist durchaus zweckmäßig, daß man sich im Büro auch einen PC mit einem geeigneten Drucker und eventuell sogar ein Labor einrichtet, wo man Beweisfotos ausdrucken und auch gewisse Voruntersuchungen vornehmen kann, ehe man ein Beweisstück einem Fachmann zu einer gutachterlichen Tätigkeit übergibt. In der Regel hat ohnedies nur eine derartige fachliche Untersuchung und darauffolgende Aussage eines Gutachters vor Gericht die nötige Beweiskraft. Es bleibt daher dem Budget eines Büros oder besser gesagt Auftraggebers überlassen, welche Art von Beweisführung hier durchgeführt werden muß oder kann. Genauso verhält es sich auch mit häufiger vorkommenden Auswertungen graphologischer Natur, die sehr wohl im eigenen Labor und auch mit Reprofotografien vorgenommen werden können, wo aber letztendlich wiederum nur vor Gericht die Aussage eines Graphologen mit seinem Gutachten stichhaltig sein wird.
Wie bei allen Arbeiten, die ein Detektiv in Angriff nimmt, so ist auch die Methodik..............................