Leseprobe aus Detektiv's Black Book
Kapitel Kriminaltechnik

Kriminaltechnik

Unter Kriminaltechnik werden all jene Techniken verstanden und zusammengefaßt, die dazu geeignet sind, einem Täter an Hand von Spuren seine strafrechtliche oder auch zivile Schuldhaftigkeit zu beweisen.

Wenngleich es heutzutage modernste Einrichtungen und Vorkehrungen gibt, wie etwa die DNA-Analyse, die zukünftig eine der wohl haupttragenden Beweisverfahren darstellen wird, so behalten doch eine ganze Reihe von althergebrachten Methoden ihre unangefochtene Gültigkeit und wird man darauf auch künftighin nicht verzichten können. Im speziellen stößt man bei der Spurensuche auch auf die immer wiederkehrende Kostenfrage und auf die Verhältnismäßigkeit von der Schwere der Tat zu den erforderlichen Kosten. Es wird daher künftighin so sein, daß staatliche Einrichtungen für verhältnismäßig geringe Schäden nur Kosten in Kauf nehmen, die nicht ein Vielfaches vom angerichteten Schaden oder den Wert einer Sache übersteigen. Daher wird man nach wie vor am Tatort auch weiterhin Fußspuren mit Gips abnehmen, einfache Fingerabdrücke mit einer Folie udglm.

Es bleibt aber auch künftighin einem Klientel überlassen, ob er etwa in einem Zivilverfahren teure Untersuchungsmethoden auf eigene Kosten in Anspruch nehmen will. Grundsätzlich ist aber zur gesamten Spurensicherung zu sagen, daß nicht wir Detektive in erster Linie dazu berufen sind, eine solche vorzunehmen, sondern nur ergänzend zu den dazu vorgesehenen staatlich beamteten Fachleuten Beweismaterial sammeln, um dieses dann untersuchen zu lassen. Wie bereits mehrfach an anderer Stelle schon erwähnt wurde, darf der Privatdetektiv auch all jene Arbeiten durchführen, die ein Exekutivorgan von Amts wegen vorzunehmen hat, darf aber dabei solche Organe in keiner Weise bei der Arbeit stören oder beeinträchtigen. Überhaupt besteht bei dieser Art von Arbeit die ständige Gefahr einer Einmischung in die Kompetenzen und Befugnisse der Behörde, es ist daher mit besonderer Vorsicht an ein derartiges Unterfangen heranzugehen.


Unsere hier eingeschränkt aufgezeigten Techniken sind daher nur eine Einführung in die Arbeitsweise und Möglichkeiten, Spuren überhaupt zu sichern. Untersucht werden müssen diese Spuren in der Regel ohnehin von Experten, die die entsprechenden Laboreinrichtungen für chemische Untersuchungen oder beispielsweise auch Schußkanäle für die Untersuchung von Schießspuren udglm. zur Verfügung haben.

Auch die Beweiskraft solcher Untersuchungen hängt sehr wesentlich von der Aussage des untersuchenden Fachorgans ab, so daß bei Gericht diese Arbeit gemäß den geltenden Gesetzen entsprechend als Beweismaterial Anerkennung finden kann.
Sichtbare Spuren des Verbrechens..............................