Leseprobe aus Detektiv's Black Book
Kapitel Computerkriminlittät

Computer als Werkzeug bei Wirtschaftskriminalität

Illegale Machenschaften an der Börse, Scheingeschäfte von Unternehmen oder kriminelle Transaktionen, Milliarden-Schwindel mit gefälschten Bilanzen oder anderen Betrügereien. Gelder fließen in dunkle Kanäle, Top-Manager fälschen Bilanzen, Chefs arbeiten aufs eigene Konto: Wirtschaftskriminalität ist ein Wachstumsmarkt.
Die successiv anwachsende Palette immer neuer «Maschen» auf diesem Gebiet darzustellen, würde den Rahmen dieses Buches sprengen und so habe ich hier nur die auffälligsten und meist verbreiteten Spielarten dargestellt.
Kapitalanlagebetrug

Die klassischen Fälle des Anlagebetruges, die speziell über das Internet praktiziert werden, sind unseriöse Angebote über:

Timesharing und / oder Franchiseangebote dubioser Firmen
Hier werden Anteilsscheine für die Nutzung von Ferienhäusern oder -wohnungen, bzw die Beteiligung an angeblich lukrativen Geschäften oder Verkaufsartikeln, angeboten. Oft entpuppen sich diese als nicht existent oder minderwertig.
Diamantenhandel

Viele Anleger glauben, daß Diamanten eine krisensichere Anlageform seien. Als Kapitalanlage für den Privatanleger sind sie jedoch ungeeignet, da nur Experten das nötige Know-how haben, um preisbestimmende Abweichungen und Fehler in Reinheit, Farbe und Schliff zu erkennen.

Der Kunde erhält den Diamanten zu weit überhöhten Preisen in einer verschweißten Packung, mit einem angeblichen Qualitätszertifikat. Dieses beinhaltet jedoch lediglich Hinweise auf die Merkmale des Steins und nicht über den tatsächlichen Wert. Um den Stein zu prüfen, muß man ihn aus der Packung nehmen, und verliert so die versprochene Rückgabegarantie.

Pyramiden- oder Schneeballsysteme und Insidergeschäfte mit «Bankgarantien»

Der Anleger wird "angefüttert", das heißt, ihm wird bei seiner ersten Kapitalanlage der versprochene Gewinn in voller Höhe ausgezahlt. Ist dann der Anleger von der Seriösität des Vermittlers überzeugt, wird er mit einer weiteren vielversprechenden Anlage gelockt, jedoch ist der anzulegende Mindestbetrag wesentlich höher ! Und schwups ist die Kohle weg ! Man erinnere sich an den berüchtigten Fall des European Kings Club, bei dem die Anleger Milliarden verloren haben.

Der alte Trick der Nigeria-Connection (Nigeria-Scam)

Firmen, Behörden oder Privatpersonen erhalten eine e-Mail, meistens in englischer Sprache. Darin teilt ihnen eine hochgestellte Persönlichkeit aus Nigeria, oder einen anderen schwarzafrikanischen Land, z.B. Ghana, mit, daß er eine sehr hohe Summe Geld außer Landes bringen muß. Die angebliche Herkunft der Gelder reicht von unterschlagenem Firmenvermögen über unverhofft aufgetauchte Familienschätze bis hin zu angeblichen Erbschaften nach plötzlichen Todesfällen. Meistens ist die Rede von 30 Millionen US-Dollar.